Die Idee
Anti-Kollisions-Licht für Krafträder
(Positions-Licht)
Das P- Licht


Motorräder sind leicht zu übersehen und so passieren unnötig viele Unfälle. Mit dem P-Licht werden Motorräder besser gesehen. Das Blinken des Anti-Kollisions-Licht macht die Autofahrer frühzeitig auf das Motorrad aufmerksam und Unfälle können somit vermieden werden.

Erklärung:

  • Das menschliche Auge reagiert, wie das vieler Lebewesen*, sehr sensibel auf Bewegungen. Sogar von der Seite nehmen wir Bewegungen wahr – viel eher als die Umrisse von Gegenständen.

  • Das Blinken oder Glitzern wird wie Bewegungen wahrgenommen. Aus diesem Grund haben sich „Blinklichter“ im Straßenverkehr oder überall dort, wo Aufmerksamkeit erregt werden soll, bewährt.

  • Damit das P-Licht nicht verwechselt wird, simulieren blinkende, weiße LED´s einen Glitzereffekt wie von Chrom in der Sonne! Damit blinkt das P-Licht auffällig und kann somit nicht mit andern Leuchtmittel verwechselt werden.


Aus den Unfallstatistiken des Bundesverkehrsamtes ist eine hohe Beteiligung von Motorradfahren an Verkehrsunfällen ersichtlich.

„Im Jahr 2003 wurden insgesamt 7107 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von amtlich registrierten Motorrädern (mit amtlichen Kennzeichen) registriert. Hierbei wurden 7144 Personen verletzt und 212 Personen getötet.“

Ein häufiger Grund für diese hohe Zahl ist die Tatsache, dass Motorradfahrer trotz der Pflicht auch tagsüber mit Licht zu fahren, im Verkehrsalltag immer wieder übersehen werden.

Eine Zusammenfassung im PDF-Format finden Sie hier: Das P-Licht.pdf

Lösungsmöglichkeit:

Um Abhilfe für dieses Problem zu schaffen, wurde dieses Anti-Kollisions-Licht entworfen.

Da das menschliche Auge sehr sensibel auf Bewegungen reagiert**, wurde eine kleine Baueinheit mit Lichteffekten entwickelt.

Das P-Licht lenkt die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer auf die des Motorrads.
Gleichzeitig darf dieser Reiz nicht so stark sein, dass er andere Verkehrsteilnehmer ablenkt oder behindert.

Dieser Lichteffekt kann auch nicht mit einem Blinklicht oder anderen Lichtsignalen verwechselt werden,
da hier das Glitzern von Chrom in der Sonne immitiert wird.
Um eine Irritation der anderen Fahrzeugführer bei Dämmerung, Nacht und in Tunneln zu vermeiden,
ist das Anti-Kollisions-Licht so konzipiert, dass es nur bei Tageslicht aktiv ist.
Zudem „glitzert“ es nur in einem eingeschränkten Winkel (ca. 2° – 12°) und ist nur von vorne / rechts zu sehen.

Es wurde in diesem Jahr an vier Motorrädern bei über 30.000 km getestet und die Resonanz war durchweg sehr positiv.
Man wurde besser gesehen und zu keinem Zeitpunkt gab es eine Fehlinterpretation dieses P-Lichts.


Technische Realisierung:



Die Baueinheit (ca. 30 g leicht) wird in einer einfachen Schaltung realisiert, die sich ohne großen Aufwand auf der rechten Seite des Motorrades befestigen lässt und von den übrigen Systemen unabhängig arbeitet.

Die Stromversorgung erfolgt über eine eigene Batterien (z.B. 2x Microzellen AAA – für mind. 400 Betriebstunden).

Ein Rüttelkontakt in der Schaltung erkennt, ob der Motor des Motorrads läuft und gewährleistet damit, dass das Anti-Kollisions-Licht nur bei laufendem Motor der Maschine arbeitet.

Der ausschließliche Betrieb bei Tageslicht und außerhalb von Tunneln wird über einen Fototransistor gesteuert. Der Glitzereffekt wird durch zufällig blinkende weiße LEDs simuliert.




** Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass es die höheren Areale der visuellen Bildverarbeitung sind. Nach Auskunft von Prof. Martin Korte (TU Braunschweig) ist es eine Funktion der Grosshirnrinde, vor allem wohl Gebiete im Scheitellappen, in der es Nervenzellen gibt, die vor allem auf Bewegungen reagieren und Folgenreaktionen steuern – in diesem Fall das Abbremsen oder Stehen bleiben des Verkehrsteilnehmers.